Die Krankensalbung

Das Sakrament der Krankensalbung wird geläufig „letzte Ölung“ genannt. Das kommt daher, dass es die letzte Salbung ist, die ein Christ der logischen Abfolge nach empfängt. Bei der Taufe erhält der Christ die „erste Ölung“ mit Chrisamöl, bei der Firmung die „zweite Ölung“, bei der Priesterweihe die „dritte“ und bei der Bischofsweihe die „4. Ölung“. Die Krankensalbung stellt die „fünfte Ölung“ dar, also die letzte, der möglichen Salbungen.

Diese Salbung wird von Getauften empfangen, die ernsthaft und schwer erkrankt sind. Eine normale Erkältung „reicht“ nicht aus, um dieses Sakrament gültig und erlaubt zu empfangen. Vor Operationen und schweren Eingriffen sind Katholiken eindringlich eingeladen, um dieses Sakrament zu bitten.

Gotteslob: Nr. 602 / 1+2+-4

Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, den Empfang der Krankensalbung nicht zu lange hinauszuzögern. Gerade bei Sterbenden laden die Angehörigen eine schwere Verantwortung auf sich, wenn der Priester zu spät oder gar nicht gerufen wird. Es ist ein Recht des Getauften, mit den Sterbesakramenten (Kommunion, Beichte, Krankensalbung)  den Weg in die Ewigkeit anzutreten und durch die Kraft der Sakramente gestärkt und geschützt zu werden. Darauf zu verzichten ist ein großes Risiko.

Wenn sie die Krankensalbung vorbereiten möchten, bereiten sie bitte im Krankenzimmer einen kleinen Tisch oder Platz her mit einer sauberen Tischdecke, einem Kreuz (stehend oder liegend), einer (oder zwei) Kerzen, gerne einem Blumenschmuck, und einer Gefäß mit Weihwasser. Auch kann ein kleines Tuch oder einige Wattebällchen hilfreich sein.

In jedem katholischen Haushalt sollte eine so genannte „Versehgarnitur“ vorhanden sein. Auch Sterbekreuz und Sterbekerze, sowie der Rosenkranz ist heute leider nicht mehr überall zu Hause. Wo es aber vorhanden ist (die Priester weihen diese sehr gerne für sie), ist es im Bedarfsfall ein tröstliches Symbol und eine Quelle der Kraft aus dem Glauben. Gerade im Sterben will Gott uns nahe sein, denn es ist ja die Stunde unserer Heimkehr zu ihm, der uns am meisten liebt. Er will uns retten und für die Ewigkeit gewinnen. Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an die Auferstehung der Toten und das Ewige Leben.“ - Das ist unsere große Hoffnung.

 

Rufen Sie bitte bei Bedarf jederzeit einen Priester! Tag und Nacht, egal wann und unter welchen Umständen sind die Priester unserer Pfarrei bereit, zu einem „Versehgang“, zu einem Sterbenden zu kommen. Warten Sie auch hier nicht zu lange. Am Besten ist es, wenn das Bewusstsein noch vorhanden ist, damit man „seine Sachen ordnen kann“. Wir beten in unserer katholischen Volksfrömmigkeit auch immer zum hl. Josef, dem Schutzpatron der Sterbenden, er möge dafür Sorge tragen, dass keiner aus unserer Pfarreiengemeinschaft ohne die Kraft und den Beistand der Sakramente sterben muss. „Der Mensch hört nicht auf, groß zu sein. Auch nicht in seiner Schwäche.“ (Hl. Papst Johannes Paul II.)